Die Basis jedes Freedivers – Apnoe Training und Atemübungen
Apnoe Training und Atemübungen sind welche der wichtigsten Bausteine des Freediving – ganz unabhängig davon, ob du Anfänger bist oder bereits tief tauchst. Die Fähigkeit, mit zunehmendem CO₂-Gehalt ruhig zu bleiben, Sauerstoff effizient zu nutzen und den eigenen Atem bewusst zu kontrollieren, entscheidet über Sicherheit, Leistungsfähigkeit und das allgemeine Wohlbefinden beim Tauchen. Atemtraining bietet genau diese Grundlage. Es hilft dir, deinen Körper besser zu verstehen, die natürlichen Stressreaktionen zu regulieren und im Wasser eine entspannte, stabile mentale Haltung einzunehmen.
Während viele Freediver sich auf Technik, Ausrüstung oder Tiefe konzentrieren, wird der eigentliche Kern oft unterschätzt: die Atmung. Denn wer seine Atmung beherrscht, beherrscht auch seine Apnoezeit. Regelmäßige Atemübungen verbessern nicht nur die körperliche Leistungsfähigkeit, sondern bauen gleichzeitig mentale Stärke auf – ein Aspekt, der gerade im Freediving essenziell ist.
CO₂-Tabellen – Die Fähigkeit, Ruhe zu bewahren
CO₂-Tabellen sind ein zentrales Element im Apnoe-Training. Sie helfen dir, mit dem steigenden Kohlendioxidgehalt im Körper besser umzugehen – dem Hauptauslöser für den Atemreiz. Durch wiederholte Intervalle mit immer kürzeren Pausen trainierst du deinen Körper und Geist darauf, mit diesen Signalen gelassener umzugehen. Das Ergebnis ist oft deutlich spürbar: mehr Ruhe, kontrolliertere Reaktionen und längere Apnoezeiten.


O₂-Tabellen – Mehr Ausdauer und Sauerstoffeffizienz
Während CO₂-Tabellen die Toleranz gegenüber CO₂ erhöhen, konzentrieren sich O₂-Tabellen auf die Verbesserung deiner Sauerstoffspeicherfähigkeit. Hier werden die Atemzüge zwischen den Haltephasen konstant gehalten, während die Apnoe selbst verlängert wird. Das Training stärkt deine physiologische Fähigkeit, Sauerstoff effizienter zu nutzen – entscheidend für längere statische Apnoen, bessere Performance beim Tieftauchen und ein entspanntes Gefühl unter Wasser.
Atemtechniken & Übungen – Kontrolle von Geist und Körper
Neben Tabellen gibt es zahlreiche Atemtechniken, die im Freediving zum Einsatz kommen. Dazu gehören:
- Bauchatmung zur Entspannung und Aktivierung des Parasympathikus
- Slow Breathing für einen sinkenden Puls und mentale Ruhe
- Vollatmungen vor dem Abtauchen
- Fortgeschrittene Techniken wie z. B. kontrolliertes Packing (nur unter Anleitung!)
Diese Übungen lassen sich hervorragend an Land durchführen und haben oft bereits nach wenigen Minuten pro Tag spürbare Effekte. Viele Freediver integrieren Atemtraining in ihren Alltag – morgens nach dem Aufstehen, im Training oder zur mentalen Vorbereitung vor dem Tauchen.

Apnoe Training und Atemübungen, die keine Ausrüstung brauchen
Der große Vorteil: Apnoe-Training ist ortsunabhängig. Du brauchst kein Wasser, kein Equipment und keinen großen Zeitaufwand. Schon 10–15 Minuten täglich reichen aus, um deine CO₂-Toleranz zu erhöhen, deinen Puls zu senken und deine Apnoezeit nachhaltig zu verlängern. Damit ist es eine der effektivsten Methoden, um auch außerhalb des Wassers konstant Fortschritte zu machen.
