Tauchen beginnt im Kopf
Freediving ist zu rund 80 % mental – ein Sport, der mehr vom Geist als vom Körper gesteuert wird. Während Technik, Flexibilität und Atemtraining wichtig sind, entscheidet letztlich dein mentales Training beim Freediving darüber, wie ruhig dein Herz schlägt, wie effizient du entspannst und wie souverän du mit Drucksituationen unter Wasser umgehst.
Ob du auf 10 Meter oder auf 40 Meter tauchst: Die Qualität deines Tauchgangs hängt maßgeblich davon ab, wie du dich im Vorfeld fokussierst, wie du auf körperliche Signale reagierst und wie gelassen du mit steigenden CO₂-Werten oder ungewohnten Empfindungen bleibst.
Mentales Training im Freediving soll dich nicht härter machen – sondern ruhiger, präsenter und kontrollierter. Es hilft dir, Stress abzubauen, Panikreaktionen zu vermeiden und eine innere Stabilität aufzubauen, die dich durch jede Phase des Tauchgangs trägt.
Atembewusstsein & Meditation
Die Basis jeder mentalen Vorbereitung ist ein bewusstes Atmen. Viele Freediver nutzen Atembeobachtung und Meditation, um den Geist zu beruhigen, das Nervensystem herunterzufahren und die Herzfrequenz zu stabilisieren.
Ein ruhiger Geist bedeutet ein ruhigeres Herz – und das wiederum verlängert dein Komfortfenster unter Wasser. Regelmäßige Meditation wirkt wie ein mentaler „Reset-Button“, der deine Wahrnehmung schärft und Stressresistenzen aufbaut.


Visualisierung vor dem Tauchgang als mentales Training zum Freediving
Erfolgreiche Freediver visualisieren ihren Tauchgang, bevor sie abtauchen.
Dieses mentale Durchspielen hilft:
- Bewegungen fließender auszuführen
- den Fokus zu halten
- Sicherheit zu stärken
- Stresssituationen vorwegzunehmen und gelassen zu meistern
Egal ob Static, Dynamic oder Tieftauchgang – Visualisierung gehört zu den effektivsten Werkzeugen, um im Wasser selbstbewusst und entspannt zu bleiben.
Fokusübungen zur Steigerung der Konzentration
Unter Wasser kann ein unruhiger Geist zu Fehltechnik, zu spätem Equalizing oder unkontrollierbaren Stressreaktionen führen. Konzentrationsübungen schulen dein Bewusstsein, in der Gegenwart zu bleiben und unnötige Reize auszublenden.
Typische Methoden sind:
- Punkte-Fokus
- Mantra-Techniken
- langsame, rhythmische Atemsequenzen
- Körper-Scans zur Selbstwahrnehmung
Diese Tools sorgen dafür, dass du klar, ruhig und präzise bleibst – selbst in anspruchsvolleren Tiefen.

Routinen zur Entspannung als mentales Training zum Freediving
Gute Freediver entwickeln eigene Pre-Dive-Routinen, die sie jedes Mal vor dem Abtauchen anwenden. Diese Rituale bringen Ordnung, Sicherheit und Wiederholung in den Prozess – ein psychologisches Fundament, das Leistung und Wohlbefinden steigert.
No Posts Found
